benzinpreisentwicklung

Benzinpreisentwicklung Deutschland seit 1950

Spritpreisentwicklung Deutschland

Wie hat sich der Spritpreis seit 1950 entwickelt?

Die Teuerungsrate in Deutschland lag im letzten Jahr bei 2,0 Prozent. Die Energiekosten fallen bei diesem Durchschnittswert allerdings total aus dem Rahmen.

Ob Strom, Gas oder Treibstoff, kaum ist eine Preiserhöhung einigermaßen verdaut, steht schon die nächste an.

Die Ölkonzerne begründen die steigenden Spritpreise mit höheren Rohstoffkosten und dem schwachen Euro. Bezüglich des Wahrheitsgehalts dieser Behauptungen kommen allerdings berechtigte Zweifel auf. Sind es nicht eher getroffene Preisabsprachen und der Lobbyismus der Ölkonzerne, die den Kraftstoffpreis in die Höhe treiben? – Besteht eventuell die Gefahr, dass das Autofahren in naher Zukunft zu einem nicht mehr finanzierbaren Hobby wird?

Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht, dass der Preisanstieg für Sprit erst ab 1990 so richtig ins Rollen kam. Im Jahre 1950 lag der Benzinpreis in Deutschland bei 56 Pfennig, somit bei etwa 28 Cent. Der Preis blieb die Folgejahre auf einem ähnlichen Niveau oder stieg nur minimal an.

Als die erste Ölkrise darauf aufmerksam machte, dass Öl ein kostbares Gut ist, kam es zu den ersten deutlichen Spritpreiserhöhungen. 1974 kostete ein Liter Benzin erstmalig 40 Cent. Der Preis stabilisierte sich bald wieder, doch die zweite Ölkrise und der Golfkrieg trieben den Spritpreis zu einer neuen Höchstmarke von 70 Cent.
Als 1986 der Preis für Rohöl sank, gaben auch die Benzinpreise in Deutschland wieder etwas nach. Ein Liter Benzin schlug zu dieser Zeit mit etwa 50 Cent zu Buche. Durch die wachsende Wirtschaft um das Jahr 2000 erhöhte sich der Bedarf an Rohöl und der Benzinpreis durchbrach erstmalig die Schallmauer von 1 Euro.
Im Jahre 2005 lag der Preis bereits bei 1,20 Euro und derzeit kostet ein Liter Super Benzin um die 1,60 Euro oder sogar deutlich darüber. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird sich dieser Trend nicht mehr ändern.

Nachdem die viel zu hohen Benzinpreise immer wieder für Diskussionen sorgen, hat sich das Team von T-online Auto genauer mit der Benzinpreisentwicklung beschäftigt und nach eigenen Angaben „erstaunliches dabei herausgefunden“ und es in einem schönen Artikel sowie tollen Grafiken zusammengefasst. Ob es wirklich so erstaunlich ist dass wir alle abgezockt werden?! aber seht selbst:

Unsere Benzinpreise von 1950 bis heute

 

Quelle: Weitere ausführliche Infos zur Benzinpreisentwicklung und auch diese tollen Grafiken dazu findet Ihr unter http://www.t-online.de/auto/

Auch bin ich schon gespannt auf den angekündigten 2.Teil.
Vorschau auf Teil 2
All das wirft natürlich weitere Fragen auf: Wer beherrscht den Markt? Wer sind die wahren Preistreiber? Wird der Sprit zu den Ferienzeiten wirklich teurer? Wer verdient wie viel am Öl und streicht am Ende die fetten Gewinne ein? Was verbirgt sich hinter „downstreaming“?! Teil 2 unserer Serie wird einige dieser Fragen beantworten.

 

 

5 Gedanken zu „Benzinpreisentwicklung Deutschland seit 1950“

  1. Ich tracke nun schon seit ca. Anfang des Jahres meinen Spritverbrauch über eine Smartphone App. Von Januar 2013 bis Mai 2013 spuckt mir das Programm Spritkosten von 1.233,89 Euro aus. Dabei ist mein Arbeitsweg gar nicht mal so lang. Aufs Jahr gerechnet werden das rund 3.000 Euro sein, und mein Auto ist noch relativ sparsam mit ca. 5-6 Liter Benzin. Wer selber nachrechnen möchte, hier der link zur App: http://www.refillapp.at

  2. Vielen Dank für den sehr informativen Artikel. Echt spannend zu sehen wie sich die Benzinpreise in Deutschland entwickelt haben!

  3. Die Preise sind im Verhältnis zum Lohn enorm gestiegen. Diese Unverhältnismässigkeit spüren wir von Jahr zu Jahr und das nicht nur bei den Spritpreisen, sondern auch bei lebensnotwendigen Gütern wie Nahrung, Haushaltsmittel etc.

Kommentar verfassen